Historie - Schömerich

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Historie

Schömerich

Schömerich gibt's schon schön lange! Schömerich wurde bereits im Jahr 1574 urkundlich als Schombrig bezeugt. Die früher in diesem Zusammenhang verwendeten Eigenschaftswörter scaoni, sconia und sceini bedeuten schön, mild, wohnlich, bequem und klar . 1599 ist von Schonbergh die Rede, im 18. Jahrhundert von Schönberg. Die sechs Hügel im Wappen beziehen sich hierauf, während die Sensenklinge für die hier ausgeübte Landwirtschaft steht.

Die vereinzelt anzutreffende Meinung, Schömerich sei nach seinem ersten Bürgermeister benannt worden, einem Erich Schöm (hierzulande nennt man gern den Familiennamen zuerst, dann den Vornamen: Schöm Erich), der im Jahre der Entdeckung Amerikas durch Kolumbus (1492) sein Amt angetreten habe, ist in den Bereich der Fabel oder des Scherzes zu verweisen.

Das folgende Historama gibt einen Überblick über Schömerichs Geschichte und wird bei Bedarf erweitert.

  • 1574

    Erste urkundliche Erwähnung von Schombrig

  • 1587

    Hexenverbrennungen: Leider mussten auch zwei Schömericher Frauen in heftiger Hitze ihr Leben aushauchen.

  • 1920

    Matthias Marx / Ortsbürgermeister 1920-1945

  • 1945

    Nikolaus Kunz / Ortsbürgermeister 1945-1947

  • 1947

    Johann Müller / Ortsbürgermeister 1947-1961

  • 1961

    Johann Hausen / Ortsbürgermeister 1961-1973

  • 1962

    Römische Grabfunde auf dem Grundstück des späteren Ortsbürgermeisters Franziskus Franzen, u.a. Terra-sigillata-Gefäße

  • 1972

    Jubiläum: 50 Jahre Freiwillige Feuerwehr Schömerich

  • 1973

    Alois Hennen / Ortsbürgermeister 1973-1984

  • 1984

    Franziskus Franzen / Ortsbürgermeister 1984-1994

  • 1994

    Josef Hamel / Ortsbürgermeister 1994-2004

  • 2004

    Michael Lauer / Ortsbürgermeister 2004-

  • 27.4.2005

    Eduard Franzen (rechts) übergibt sein Amt als Wehrführer an seinen Nachfolger Matthias Marx.

  • 3.10.2008

    Erstes Schömericher Kelterfest: geplant in zweijährlichem Abstand

  • 14.3.2009

    Spatenstich für das neue Bürgerhaus

  • Ostern 2009

    Die Bodenplatte liegt.

  • 23.8.2009

    Straßenfest im Neubaugebiet

  • 25.6.2010

    Einweihung des neuen Bürgerhauses

  • 7.8.2011

    Seniorennachmittag im Bürgerhaus Schömerich

  • 10.9.2011

    Einweihung der neuen Kläranlage im Schömericher Ortsteil Kimmlerhof

  • 15.6.2013

    90. Jubiläum der Freiwilligen Feuerwehr Schömerich

  • 3.10.2013

    Kapellenfest auf Kimmlerhof anlässlich der Dachrenovierung

  • 5.4.2014

    Christof Franzen zum neuen Wehrführer ernannt

  • 25.4.2014

    Michael Lauer als Ortsbürgermeister bestätigt!

  • 23.6.2014

    Ernennung Michael Lauers zum Ortsbürgermeister

Ein Grabfund, der 1962 bei Planierungsarbeiten auf dem Grundstück des früheren Ortsbürgermeisters Franziskus Franzen gehoben wurde, belegt, dass Schömerich auch schon in römischer Zeit bewohnt war. In 70 cm Tiefe fand sich ein Brandgrab aus der zweiten Hälfte des ersten nachchristlichen Jahrhunderts. Das Grab enthielt zwei große sargähnliche Holzbehälter, die mit einer Länge von 3,30 m und 40 cm Breite am einen und 60 cm Breite am anderen Ende trapezförmig verliefen.In den 30 cm hohen Behältern befanden sich die Asche eines Scheiterhaufens mit den Resten des Leichenbrandes und über 50 Grabbeigaben: Keramiken aus Goldglimmer, Schwarzfirnisbecher und Terrasigillata-Gefäße (wörtlich: versiegelte Erde, d.h. tönernes römisches Geschirr mit einer glänzenden Glasur und Firmensiegel).

Zur Beruhigung aller Heutigen und der Besucher unserer Gemeinde: Dem beispielsweise um 1587 noch sehr beliebten Volkssport der Hexenverbrennungen huldigt man hier nicht mehr. Aus diesem Jahr (1587) sind allein acht solcher Heizvorgänge bekannt (fünf aus Oberemmel, zwei aus Pellingen und einer aus der Nachbargemeinde Hentern). Wie uns sehr dankenswerter Weise Hans Muth (alias Schriftsteller Hannes Wildecker) am 18.10.2010 mitteilte, mussten auch zwei Schömericher Frauen in heftiger Hitze ihr Leben aushauchen. Man bediente sich in unserer Gegend - wie Hans Muth schreibt - nicht eines Scheiterhaufens, sondern errichtete sogenannte Hütten: "Es wurde ein Pfahl in die Erde geschlagen, eine Hütte aus Stroh darum aufgebaut und die Hütte angezündet, nachdem man die/den Verurteilte/n  an den Pfahl gebunden hatte. Es gab auch mildernde Umstände. Da wurde das Opfer vor der Verbrennung erwürgt." (Zitat aus der E-Mail von Hans Muth). Ein nur kurzes, aber sehr heißes Wohnen!

Alle historischen Angaben nach Max Müller aus der "Chronik der Gemeinde Schömerich und des Kimmler Hofes" (herausgegeben von Josef Fisch, Trier 1985).



 
 
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